Aus dem Schönheitsschlaf erwacht

(AZ Sonntag, 03.02.2019)

Das Holtwicker Pfarrheim ist aus seinem Schönheitsschlaf erwacht: Obwohl die Außenanlagen teilweise noch unter einer Schneedecke schlafen, erstrahlt der Innenraum in neuem Glanz: „Die Räume sind gut und praktikabel geworden. Wir können hier sicherlich von einem Neubaustatus sprechen – das Angebot wird bereits jetzt und auch in Zukunft super angenommen“, stellte Bürgermeister Christoph Gottheil die neuen alten Räumlichkeiten vor. „Durch viele helfende Hände haben wir deutlich mehr schaffen können, als es das Budget zunächst vorgesehen hatte. Wo Rosendahl drauf steht, da war Rosendahl auch aktiv“, sprach er zu allen Anwesenden der Einweihungsfeier. 

 

Komplett erneuert wurden die Decke, die Toiletten mit Wickeltisch, die Küche und der barrierefreie Zugang. Besonders am Anfang hätten auch viele Diskussionen über einen Neubau stattgefunden.

„Richtig und wichtig bleibt weiterhin, dass das Pfarrheim ein Vereinshaus darstellt und wir hier in Rosendahl eine starke Bevölkerung haben, die sich gut und gerne engagiert“, so Gottheil.

Pastor Dirk Holtmann hatte noch vor der Segnung gemeinsam mit den Mitgliedern der Pfarrgemeinde eine Familienmesse gefeiert: „Heute ist ein Tag des Dankes und der Freude. Wir sprechen heute den Segen nicht nur über die Räume, sondern auch für alle Menschen aus, die hier künftig ein und aus gehen werden.“ Erste Gruppen hätten sich in ihrem Pfarrheim bereits wieder regelmäßig eingefunden.

„Wir beten gemeinsam für alle, denen das Pfarrheim dienen soll. Für die Pfarrgemeinde, für die es einen Ort des Glaubens darstellt, und für alle Besucher, die hier Frieden finden und willkommen geheißen werden sollen.“

 

Auch Katrin Brüggenbrock vom Kirchenvorstand richtete einige Worte an die Anwesenden: „Die Umgestaltung hat uns lange Zeit bewegt. Stets sind aber alle Überlegungen zum Wohl der Gemeinde gewesen. Ein großer Dank gilt dem alten und neuen Kirchenvorstand, der Landjugend, der Theatergruppe, der Kolpingsfamilie und natürlich allen weiteren Engagierten. Vieles, was wir ursprünglich nicht geplant hatten, haben wir gemeinsam umsetzen können!“


Ohne Unterstützung geht es nicht

(AZ Samstag, 07.07.2018)

Aufgestemmte Wände, abgedeckte Bodenfliesen und jede Menge Staub – die Verwandlung des Pfarrheimes in eine Großbaustelle ist nicht zu übersehen. „Da liegt noch viel Arbeit vor uns“, ahnt Franz-Josef Niehues vom Bauausschuss der Kirchengemeinde. Vor allem aber wird es ohne Unterstützung der Holtwicker nicht gehen, wenn das viel genutzte Heim unter anderem barrierefrei gestaltet wird: Neben Eigenleistungen sind auch 25 000 Euro Spenden in die Finanzierung eingerechnet. 

Schon beim Auf- und Ausräumen haben die Ehrenamtlichen angepackt – und die sollen nun auch in die weiteren Planungen einbezogen werden. „Wir wollen die Maßnahmen mit ihnen abstimmen, denn sie sind ja schließlich die Nutzer unseres Pfarrheimes“, sagt Niehues, der gemeinsam mit Erich Fleige und Pastor Dirk Holtmann die Bauleitung auf Seiten der Pfarrgemeinde Ss. Fabian und Sebastian übernommen hat.

 

Dringend notwendig seien die Sanierungs- und Umbaumaßnahmen, daran lässt Franz-Josef Niehues keinen Zweifel. Die Barrierefreiheit sei einer der wesentlichen Punkte: „Wir müssen das Pfarrheim von außen einfacher zugänglich machen, außerdem muss ein behindertengerechtes WC eingerichtet werden, das bislang gefehlt hat.“ Die Umstellung der Heizungsanlage von Öl auf Gas sei ein weiterer großer Aspekt, hinzu kommen unter anderem der Einbau einer neuen Fluchttür und verschiedene energetische Verbesserungen. In dem Zuge seien auch Brandschutz-Maßnahmen erforderlich. Ein Sanierungsstau sei nicht zu übersehen im Gebäude, das Anfang der 80er Jahren vom Krankenhaus zum Pfarrheim umgewandelt wurde. „Wir müssen jetzt etwas unternehmen und ein Zeichen setzen“, betont Niehues. „Zumal das Pfarrheim von allen Altersschichten sehr stark genutzt wird.“

Aktuell laufen die Abstimmungsgespräche mit den Firmen. „Die Auftragsbücher sind überall voll“, weiß Franz-Josef Niehues. „Wir wollen das hier sinnvoll koordiniert bekommen.“ Bis Ende Oktober soll alles fertig sein, so der Wunsch – dass man aber gerade bei einer Altbausanierung nicht vor Überraschungen gefeit sei, ist ihm ebenso klar. Schon jetzt seien einige notwendige Arbeiten mehr aufgetaucht. Entsprechend sei der vorab mit 250 000 bis 280 000 Euro kalkulierte Kostenrahmen nun auf 300 000 Euro angehoben worden. „Das Bistum Münster hat seinen Anteil ebenfalls auf 150 000 Euro aufgestockt“, berichtet er.

 

Damit sei aber der Zuschuss ausgeschöpft, so dass die andere Hälfte von der Kirchengemeinde getragen werden müsse. „Wir hoffen, dass wir 25 000 Euro an Spendengeldern aus der Bevölkerung erreichen“, blickt Franz-Josef Niehues voraus. Dazu sollen Sonderkollekten abgehalten werden, aber auch einzelne Spenden seien gern gesehen, wofür Lisa Rahsing im Pfarrbüro als Ansprechpartnerin zur Verfügung stehe. Dazu sollen auch einige Arbeiten soweit möglich mit ehrenamtlichen Helfern durchgeführt werden, erklärt Niehues: „Holtwick ist ja als Handwerkerdorf bekannt, deshalb sind wir ganz optimistisch.“